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Urlaubs-Reminiszenzen Cinnamon Island
Alidhoo - 4. bis 11. Juli 2009:
Flug:
Nach dem Flug mit Emirates ab Wien am 3. Juli und einer langen Wartezeit in Dubai,
die ich immer relaxt in der Diners-Lounge beim Gate 114 verbringe, kam ich am Morgen
des 4. Juli am Male Airport an und ich meldete mich direkt vor dem Ausgang beim
Counter 59 an, der nicht nur für die MAT Wassertaxis, sondern auch für die Insel
Alidhoo zuständig ist. Nach einer kurzen Wartezeit wurden ein weiteres Urlauberpaar
und ich zum nahen Inlandflug-Terminal begleitet, wo bereits einige Malediver für
das Einchecken angestellt waren. Da die Touristen bei den Inlandflügen immer bevorzugt
abgefertigt werden, mussten die Malediver warten, bis wir eingecheckt hatten. Auch
bei den Sitzplätzen in der klimatisierten 50-sitzigen Dash 8 Q300 Maschine werden
die Touristen bevorzugt, denn die Malediver sitzen immer im rückwärtigen Teil des
Flugzeuges und die Touristen immer vorne in den ersten Reihen, so dass wir während
des Fluges einen von den Tragflächen und Motoren ungehinderten Ausblick hatten.
Transfer:
Nach nur 40 Minuten Flug landeten wir auf der langen Einheimischen-Insel Hanimaadhoo,
wo uns beim Ausgang bereits Chris von der Meridis Tauchbasis erwartete und zum
Landesteg des Cinnamon Speedbootes geleitete. Da es bereits 3 Resorts in diesem
Atoll gibt und weitere geplant oder in Bau sind, wird überlegt, ob der Hanimaadhoo
Airport nicht auch zu einem internationalen Flughafen - wie im Süden auf Gan -
ausgebaut werden soll. Fix dürfte jedoch schon sein, dass in der seichten Lagune
von Hanimadhoo ein Flugplatz für Wasserflugzeuge errichtet werden soll, denn derzeit
fährt man bei ruhigem Meer etwa 15 Minuten bis Cinnamon Alidhoo und 20 Minuten
nach Island Hideaway Dhonakulhi, aber mehr als eine Stunde bis nach der im nördlichen
Nachbaratoll gelegenen Insel Manafaru und bei Schlechtwetter dauern die Fahrten
trotz Speedboot manchmal bis doppelt so lange, bzw. sind zeitweise sogar fast unmöglich.
Samstag 4. Juli:
Nach kurzer, aber stürmischer Fahrt erreichten wir Cinnamon Alidhoo, wo ich bereits
vom District Manager Mr. Duminda Saram und einigen Assistent-Managern begrüßt wurde.
Während mein Koffer in den Bungalow gebracht wurde, zeigte mir Chris mit einem
Elektro-Buggy die ganze Insel, aber es dauerte dann trotzdem noch ein paar Tage,
bis ich mich auf allen Wegen dieser dschungelartig dicht bewachsenen Insel zurechtfand.
Nachdem ich meinen Deluxe Bungalow Nr. 302 bezogen und das Gepäck ausgeräumt und
in den Schränken verstaut hatte, legte ich mich kurz auf die gepolsterte Terrassenliege
und wurde dann gerade noch rechtzeitig munter, um in der Meridis Tauchbasis einzuchecken
und mit den beiden Basisleitern Ulli und Chris ein wenig zu plaudern. Danach fand
ich auf Anhieb ins Zentrum der Insel zum Main-Restaurant The Village, wo ich dann
bei jeder Mahlzeit am Tisch der Tauchbasis saß. Nach dem Abendessen begann es zu
schütten, so dass wir - Ulli, Chris und ich - in der Bliss-Bar zuflucht suchen
mussten. Ich weiß nicht, lag es an den Cocktails, oder daran, dass ich die Insel
noch nicht genau kannte, aber anstatt 5 Minuten bis zu meinem nahen Bungalow, war
ich fast eine Stunde bei zeitweiligem Regen unterwegs, aber als vor mir wieder
die Bar auftauchte, dämmerte es mir, dass ich in der Dunkelheit an meinem Bungalow
vorbei und eine Runde um die ganze Insel gegangen war, aber nach einem Aufwärm-Cocktail
erklärte mir der Barkeeper, wie ich auf kürzestem Weg zu meinem Bungalow gelange.
47 Beach Villas:
Da die Beach-Villen kein Stockwerk besitzen, ist die Wohnfläche etwas kleiner,
als die der Duplex- und Wasser-Villen. Vorzimmer, Bad, WC und Terrasse sind genau
so groß, wie in den Duplex-Villen, aber das Wohn-Schlafzimmer ist sogar etwas größer,
da zusätzlich zur Wohnzimmereinrichtung auch noch das große Doppelbett, der DVD-Player
und der LCD Fernseher Platz finden musste.
Die Strandsituation ist so, wie bei den Duplex-Villen: Vom Mai bis Oktober nur
ein schmaler Strand aus Sand oder scharfem Korallenbruch, Vom November bis April
ein relativ schöner und breiter Sandstrand. Da das Meer vor den Beach-Villen jedoch
sehr seicht und der Boden aus versteinerten Korallen besteht, kann man derzeit
dort nicht ins Wasser gehen. Allerdings ist vor jeder Beach-Villa ein eigener betonierter
schmaler Steg ins Wasser geplant, so dass man bei Flut dort sogar im Meer schwimmen
könnte …
7 Deluxe Villas:
Die einstöckigen Deluxe Villen, auch Duplex Villen genannt, bieten reichlich Platz
für 2 Personen, oder eine 3. Person im Zusatzbett. Die Duplex Villen tragen die
Nummern 301 bis 307 und befinden sich links vom Tauch-Jetty an der Nordseite der
Insel und ich wohnte im Bungalow 302.
Im Erdgeschoß befindet sich ein großer Vorraum mit 2 Wandschränken (einer mit einem
Tresor), einem kleinen Schreibtisch mit Spiegel und einer Kofferablage (mit einer
Personenwaage).
Rechter Hand kommt man in das halboffene große Bad mit 2 separaten Waschtischen,
Kosmetikspiegel, Haarfön und Kosmetikartikel, wie Zahnbürsten, Klingenrasierer,
Nähzeug, Seifen, Shampoos, Handtüchern und einem Wandtelefon. Durch eine Schwingtüre
kommt man zum Duschraum mit 3 Duschen und Badetüchern. Neben dem rechten Waschtisch
befindet sich die Türe zum WC.
An den beiden Enden des Vorzimmers gelangt man in das klimatisierte Wohnzimmer,
das mit 1 Anrichte, 1 Tagesliege, 1 kleinen Tisch mit 2 Fauteuil und einem halbhohen
Schrank mit Mini-Bar, Kaffee-Pads, Tee und einem Krups Kaffeeautomaten für Pads
ausgestattet ist.
Über die Holztreppe im Vorzimmer gelangt man in den 1. Stock, wo sich das Schlafzimmer,
ein weiteres WC mit Waschraum und ein Balkon befindet. Das Schlafzimmer ist ebenfalls
klimatisiert und neben dem großen, bequemen Doppelbett, ist es noch mit einem kleinen
Tisch mit 2 Fauteuils, 2 Anrichten, eine davon mit DVD-Player, Surroundboxen und
einem LCD TV-Gerät mit Satellitenempfang ausgestattet. Auf einem der beiden Nachtschränkchen
steht ein Wecker, auf dem anderen das Telefon mit Direktwahl und an der Wand ist
ein Gelsenstecker angeschlossen. Der Roomboy bringt jeden Abend in alle Bungalows
(alle Kategorien) 2 kleine Flaschen Mineralwasser und als "Betthupferl"
2 Stück Konfekt plus 2 Stück After Eight.
Durch die große Schiebetüre kommt man vom Wohnzimmer auf die Terrasse, auf der
sich 1 Tisch, 2 Sessel, 2 Liegen mit gepolsterten Auflagen und eine Jacuzzi Badewanne
befinden. Während des Ost-Monsuns von ungefähr November bis April ist hier der
Strand sehr feinsandig und breit, während des Westmonsuns von ungefähr Mai bis
Oktober ist jedoch der ganze Sand auf der anderen Inselseite, so dass man vor den
Duplex Villas nur mit Badeschuhen über den scharfkantigen Korallenbruch ins Wasser
gehen kann und das auch nur im Bereich des kleinen Hafens, wo das Wasser tiefer
ist. Allerdings ist der Tauchsteg nur wenige Meter rechts von den Duplex-Villen
entfernt, so dass man von dort aus problemlos jederzeit schwimmen oder schnorcheln
kann.
1 Presidential Villa:
Die Präsidenten-Suite besteht aus 2 zusammengefügten, einstöckigen Duplex-Villen,
die jedoch in der Mitte einen gemeinsamen zusätzlichen Vorraum und eine gemeinsame
Terrasse mit einem großen Süßwasser-Pool besitzen. Die beiden Hälften der Presidential
Villa können gemeinsam, bei Bedarf jedoch auch einzeln vermietet werden. Die restliche
Ausstattung der beiden Haushälften, sowie die Strandsituation ist mit jener der
Duplex-Villen vollkommen identisch.
46 Water Villas:
Alle Water Villas sind einstöckig und genau so groß und genau so ausgestattet,
wie die Duplex Villen, allerdings nicht mit deren dunkel gebeizter Einrichtung,
sondern mit helltürkis gestrichener. Zwischen den Wasser-Villen Nr 201 bis ungefähr
220 und der Insel ist der Strand normalerweise das ganze Jahr über ziemlich breit
und feinsandig. Bei den Wasser-Villen 221 bis 242 ist der Strand vom Mai bis Oktober
ebenfalls breit und feinsandig, vom November bis April kann er jedoch etwas schmäler
werden und mit etwas mehr Korallenstücken durchsetzt sein. Vor den Wasser-Villen
243 bis 246 sieht der Strand zwar genau so aus, wie bei den vorherigen Nummern,
aber der Sand ist vom Mai bis Oktober bereits relativ stark mit Korallenbruch gemischt
und nur vom November bis April feinsandig. Gleich neben der Wasser-Villa 246 befindet
sich der südliche Landesteg, von wo aus man bei ruhiger See problemlos schwimmen
oder schnorcheln kann.
Insel:
Da auf der gesamten Insel gratis WiFi zur Verfügung steht, gibt es in den Bungalows
keine weiteren Stecker für das Internet. Allerdings gibt es zwischen der Rezeption
und den Shops eine kleine Bücherei mit Büchern in Englisch, Russisch und Deutsch
und einem Computer mit freiem Internet-Zugang. Da es nur 1 PC ist, kommt es dort
manchmal zu längeren Wartezeiten.
Die kreisrunde Insel ist wunderschön dicht bewachsen und die neue Bepflanzung passt
sich wunderschön in die bestehende Natur ein. Wenngleich die Gartengestaltung teilweise
auch etwas an Sri Lanka erinnert, so ist Alidhoo von der Natur her die schönste
Insel, die ich auf den Malediven bisher sah. Abgesehen vom fehlenden Insel-Reiher,
ist hier die Tierwelt noch relativ dicht vertreten, Viel mehr Flughunde, als auf
anderen Inseln, ebenso viel mehr Wasserhühner, eine schlanke Eidechsenart, die
ich vorher noch nie gesehen hatte, weiters die üblichen Schönechsen und sogar eine
kleine Maus. Abends waren die Bungalows von dutzenden Geckos in verschiedenen Größen,
Farben und Zeichnungen umlagert, aber auch die Moskitos waren zahlreicher vertreten,
als mir lieb war. Nur die Wege sind noch nicht perfekt, da sollte die Sandschicht
um ein paar Zentimeter dicker sein.
Alidhoo ist die einzige Insel mit einer großen Bar an der Ostseite, aber es wird
überlegt, anstatt der ersten 2 Beach-Villen eine Sunset-Bar zu errichten.
An die Bliss Bar grenzt das a la carte Restaurant Waves und der große Pool, an
dem sich, außer zu den Mahlzeiten, das gesamte Inselleben abspielt, denn von den
Russen, Engländern und Franzosen legt sich niemand an den Strand und niemand von
ihnen geht ins Meer, denn alle liegen ständig nur um oder im Pool. Eine Ausnahme
sind die Japaner, die in ihrem kurzen Urlaub einen straffen Terminplan haben, so
dass sie gar keine Zeit haben, um am Stand zu liegen.
Neben der Rezeption steht ein Tea-House, das jedoch nur mit AI für den Nachmittagstee
benutzt werden kann, sowie 1 Souvenir-Shop, 1 Juwelier und die Bücherei mit dem
Internet und auf der anderen Seite der Rezeption befindet sich das Gymnastikhaus
mit zahlreichen Fitnessgeräten.
Von der Rezeption aus gelangt man ins Zentrum zum Village Restaurant, oder nach
Osten zur Tauchbasis und zum Wassersport-Center, sowie im Nordosten zum Freilichtkino,
zum großen Mandara Spa und zur Bar mit dem Pool und dem a la carte Restaurant.
Strand:
Vom Mai bis Oktober kommt der Wind und die Strömung aus dem Südwesten und Westen
und vom November bis April aus dem Osten bis Nordosten und da es im Haa Alifu Atoll
fast keine Thilas oder Giri gibt, ist die Strömung und die Dünung und Brandung
hier meistens stärker, als z.B. im Ari- oder Male-Atoll. Dadurch brechen immer
wieder Korallenstücke aus dem Riff und werden am Strand angespült. Durch diese
starken Wasserkräfte wird auch der Sand, der hier auf Alidhoo besonders feine ist,
im Lauf des Jahres durch den Monsun verlagert und so ist der Strand im Sommer an
der Ostseite besonders breit und an der Westseite fast nicht vorhanden, während
er im Winter im Westen breit, aber im Osten sehr schmal wird. Ungehindert (sofern
die Dünung nicht zu stark ist) kann man jedoch von den beiden Stegen im Norden
und im Süden der Insel aus schwimmen.
Im Bereich der Wasser-Villen war der Strand so breit, dass er fast bis zu den Wasserbungalows
reichte, aber bei den ersten 10 Beach-Villen war teilweise überhaupt kein Sand
mehr sichtbar, während bei den höheren Nummern teilweise ein 1 Meter breiter Sandstreifen
sichtbar war, teilweise war er aber auch sogar mehrere Meter breit, teilweise jedoch
mit von der relativ starken Brandung flach geschliffenen Korallenstücken durchsetzt.
Eines ist jedoch rund um die ganze Insel gleich, es gibt keine Lagune, sondern
das Riffdach beginnt zwischen 1 und 5 Meter vom Strand entfernt und fällt dann
nach 20-30 Metern langsam bis auf 2 Meter ab und danach steil bis auf etwa 30 Meter.
Die Korallen am Hausriff von Alidhoo sind, bedingt durch die starken Wellen, nicht
sehr aufregend, die Fischwelt ist jedoch in Ordnung, aber als Ausgleich für das
Riff bietet die Insel täglich bis zu 2 Schnorchelfahrten gratis an, die von der
Meridis Tauchbasis durchgeführt werden.
Sonntag 5. Juli:
Nach einem viel zu üppigen Frühstück am Tisch der Meridis Tauchbasis im Village
Restaurant (das Buffet ist wirklich 1A und die Schoko-Croissant noch mehr) machte
ich am Vormittag 2 Runden mit meiner neuen Panasonic GH1 um die die Insel, einmal
am Strand und einmal am inneren Rundweg entlang der Bungalows, um zu fotografieren
und Videos aufzunehmen. Leider war es ständig bewölkt, aber da ich nicht weiß,
wie das Wetter in den nächsten Tagen wird, bleibt mir nichts anderes übrig, auch
bei bedecktem Himmel ohne Sonne zu fotografieren.
Gegen Mittag begann es zu regnen und ich erreichte meinen Bungalow gerade noch,
bevor ein richtiger Wolkenbruch los ging, also benutze ich das Wetter, um meinen
Jetlag ein wenig abzubauen.
Um 16 Uhr blinzelte wieder die Sonne ein wenig durch die Wolken und ich wiederholte
meine Fotorunde entlang des Strandes, diesmal mit ein wenig Sonnenschein, aber
aus einem schönen Sonnenuntergang wurde es wieder nichts, denn um 17 Uhr wurde
es plötzlich im Westen ganz schwarz und ich erreichte gerade noch den Bungalow,
wo ich mir die Zeit bis zum Abendessen mit Lesen, Kaffee und ein paar Gläschen
Chianti (aus der Gratis-Begrüßungsflasche) die Zeit vertrieben
Am Abend stand das Main-Restaurant ganz im Zeichen von Sri Lanka: Die Dekorationen,
die Musikgruppe, das Buffet und auch die 2 Spezialitäten-Köche, die mit ihren großen
Messern auf den heißen Herdplatten für jeden Gast Gemüse, Nudeln, Rindfleisch oder
Huhn um die Wette hackten. Es wurde sogar ein eigener Cocktail serviert, der jedoch
leider nur bei AI, nicht jedoch bei VP gratis inkludiert war.
In jedem Bungalow gibt es sogar eine Personenwaage und da sie anfangs mein Gewicht
um 3 kg leichter zeigte, als unsere Waage zu Hause, war mir dieses Gerät sofort
sympathisch. Leider blieb das nicht so, denn bei der phantastischen Küche auf Alidhoo
hatte ich diese 3 kg nach einer Woche bereits wieder aufgeholt.
Montag 6. Juli:
Am Morgen war der Himmel grau, aber das Meer ganz ruhig und als nach dem Frühstück
die Sonne schien, fuhr ich mit dem Tauchboot mit hinaus zum Maahia Corner. Dieser
Tauchplatz ist zwar nicht besonders spektakulär, aber wir sahen trotzdem Fledermausfische
zahlreiche große Schwärme von Blauen und Gelbrücken Füsilieren, sowie Buckel- und
Blaustreifen Schnapper, aber das Besondere an diesem Tauchplatz ist ein mehr als
50 mal 30 Meter großes Feld mit Anemonen und graurosa Anemonenfischen, die ich
bisher in den südlicheren Atollen noch nie gesehen hatte (sieht aus wie Amphiprion
perideraion) und zum Abschluss begegneten uns noch 5 schöne Karett-Schildkröten.
Nach dem schlechten Wetter der letzten Tage war die Sicht war für Fotos etwas zu
schlecht, aber für Videos gerade noch ausreichend.
Um 12:15 im Bungalow (mittags ging ich fast nie essen) wurde der Horizont wieder
dunkel und eine Viertelstunde später schüttete schon, ging dann aber in einen "normalen"
Regen über und erst ab etwa 18 Uhr hörte der Regen wieder auf
Am Nachmittag ging ich für einen Kaffee in der Pool-Bar, dazu gab es frische Crepes
mit süßer Kokosfüllung oder Schokoladesoße. Der Kaffee war gratis, aber die Crepes
muss man ohne AI bezahlen. Der Barkeeper versprach, mir am Abend die Cocktailrezepte
für den Alidhoo Sunset und den Island Affair zu geben und am Abend (nach einem
Trinkgeld) hielt er sein Versprechen.
Dienstag 7. Juli
Heute schien bereits kurz nach Sonnenaufgang die Sonne und nur ein paar kleine
Wölkchen zierten den Himmel. Sofort nach dem Frühstück war ich daher wieder mit
meiner Kamera unterwegs und fotografierte alles noch einmal, aber diesmal bei Sonnenschein.
Die neue Kamera funktioniert bestens und fast immer arbeite ich nur mit dem 7-14
mm Weitwinkel-Zoomobjektiv.
Um 10:45 wurde es schon wieder stürmisch und nur wenige Minuten später schüttete
es wie bei der Sintflut. Gott sei dank schein die Schlechtwetterperiode langsam
vorbei zu sein, denn nur 30 Minuten später war es schon wieder schön.
Nach dem Essen durfte ich auch die Beach-Villas, die Presidential Villa und die
Water-Villas besichtigen und fotografieren. Am späteren Nachmittag regnete es schon
wieder fast eine Stunde lang. Ohne Regenschirm kann man derzeit nirgends auf der
Insel hin gehen.
Um 21 Uhr zeigte das Meridis Team eine Videoprojektion über die Tauchbasis und
die Tauchplätze im Haa Alifu Atoll. Mir gefiel das Video gut, aber die Begeisterung
der Engländer und Russen hielt sich in Grenzen. Ich musste immer zuerst applaudieren,
damit auch ein paar andere Gäste mitklatschten. Das Publikum auf einer 4+ Stern
Insel wie Alidhoo ist halt etwas anders, als auf den einfacheren Inseln. Wären
Chris und Ulli von der Tauchbasis nicht Deutsche, hätte ich in dieser Woche kein
einziges deutsches Wort gehört und vielleicht sogar noch etwas Russisch oder Japanisch
gelernt.
Mittwoch 8. Juli:
Heute Morgen schien wieder die Sonne und da auch das Meer ruhiger war, fuhr ich
mit dem Tauchboot zum Hausriff der Insel Hodaafushi, die ja eines der geplanten
neuen Resorts werden soll. Es soll angeblich eine Triple-A (AAA) Insel werden,
so dass dort vielleicht Werner Lau die Tauchbasis bekommt. Die Sicht war teilweise
mittel, teilweise durch die starke Dünung aber ziemlich schlecht. Außer einigen
Langusten, Schwärmen von Blaustreifen- und Buckel-Schnappern, sowie blauen Füsilieren
und 2 großen Stachelrochen war der Tauchplatz allerdings nicht sehr aufregend,
dafür aber dann das Ausziehen der Flossen und das an Bord klettern, da das Boot
durch die Dünung ordentlich geschaukelt wurde. Apropos Tauchboot. Dass die jetzt
meistens auch ein WC an Bord haben, ist ja schon üblich, aber dass dieses WC komplett
verfliest ist, mit einer elektrischen Wasserspülung und einer Dusche, sah ich das
erste Mal.
Am Nachmittag war ich am Hausriff schnorcheln, aber für Anfänger ist das wirklich
nichts. Durch den West-Monsun waren die Wellen so hoch und die Brandungszone bestand
ausschließlich aus Korallenbruch, so dass ich nur schwer ins tiefere Wasser kam,
zurück an Land war dagegen mit den Flossen an den Füßen kein Problem mehr. Von
einem der beiden Landungsstege aus wäre man problemlos ins Wasser gekommen, aber
ich wollte ja unbedingt direkt vor meinem Bungalow ins Wasser. Durch die starken
Wellen war der Sand ziemlich aufgewühlt, so dass erst draußen an der Riffkante
die Sicht einigermaßen gut wurde. Die meisten Korallen waren durch die kräftigen
Wellen ziemlich kahl, aber es gab auch einige schöne Tischkorallen, aber auch einige
große schwarze Seeigel in den Spalten. An Fischen gab es das Übliche zu sehen:
Doktor-, Papageien-, Drücker-, Wimpel-, Rotfeuer- und Trompetenfische.
Am Abend regnete es wieder, aber als ich nach dem Abendessen mit Chris und Ulli
vom District Manager Mr. Duminda auf einen Drink in die Pool-Bar eingeladen war
und ich dann mit englischer Sprachunterstützung von Chris den Manager von "Protect
the Maldives" überzeugen konnte und er 120 Broschüren für die Bungalows bestellte,
sah der Abend trotz des Schlechtwetters wieder schön aus.
Donnerstag 9. Juli:
Heute hatte ich um fast 2 Stunden verschlafen und so musste ich mich bei der Morgentoilette
und beim Frühstück ziemlich beeilen, um noch rechtzeitig zum Tauchboot zu kommen.
Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir zum Muraidhoo Corner. Muraidhoo ist eine
nahe gelegene Einheimischen-Insel und der Tauchplatz beginnt je nach Strömung an
der rechten oder linken vorderen Ecke. Die ersten 10 Minuten hatten wir noch eine
leichte Gegenströmung, aber dann war sie mit uns. Das Riff fällt schräg von 8-10
Metern auf etwa 20 Meter ab und senkrecht sich danach leicht bis auf 28-30 Meter.
Im unteren Bereich schlafen in den Caves manchmal Stachelrochen und Ammenhaie,
aber heute war leider nichts davon zu sehen. Ein großer Napoleon kam vorbei, aber
nicht so nah, dass ich ihn hätte fotografieren können. Ansonsten die üblichen Fischschwärme,
jede Menge dunkelbrauner Riesenmuränen, sowie Strahlen- und Rotfeuerfische. Ein
paar der Taucher (wir waren diesmal 5) hatten eine Schildkröte umlagert, die siech
von uns überhaupt nicht stören ließ, aber dann kreisten auf einmal 2 schöne große
Mantas eine Zeit lang über uns und dann, beim Aufstieg zum Sicherheitsstopp, zog
noch ein Adlerrochen an uns vorbei. Es war ein schöner Tauchgang, aber leider auch
mein letzter, denn morgen muss ich wieder Koffer packen und da muss mein Anzug,
wenn er auch nur 0,8 mm stark ist, trotz der zahlreichen Regenschauer wieder trocken
sein.
Freitag 10. Juli:
Da heute erstmals ruhige See herrschte und auch das Wetter beständig schön aussah,
besuchte mich Nicole von der Meridis Tauchbasis auf Island Hideaway Dhonakulhi
vormittags mit dem Speedboot und wir plauderten über die ITB in Berlin (wo ich
Nicole das erste mal traf) und über die beiden Meridis Tauchbasen auf Alidhoo und
Dhonakulhi, aber vor allem über die neuen phantastischen Tauchplätze im Haa Alifu
Atoll. Nicole bat mich um 2 große PTM-Flyer für die Pinnwände in den beiden Meridis
Tauchbasen
Am Nachmittag checkte ich dann bei Ulli in der Tauchbasis aus und da es heute warm
und sonnig war, war auch mein Tauchanzug schön trocken. Am Nachmittag packte ich
dann meinen Koffer und las ein wenig auf der Terrasse und verbrauchte dabei fast
alle Kaffee-Pads.
Nach dem Abendessen war ich mit der gesamten Tauch-Crew auf ein Abschiedsbierchen
in der Bar. Als ich dann etwas spät nach Hause kam, hatte der Roomboy inzwischen
wegen meiner Abreise das Bett besonders schön mit Blüten dekoriert, so dass ich
fast 10 Minuten brauchte, um alle Blüten wieder vom Bett zu entfernen. Heute Nacht
konnte ich erst lange nach Mitternacht einschlafen, nicht wegen zu viel Kaffee,
sondern wegen eines Moskitos, das ich einfach nicht erwischen konnte.
Meridis Tauchbasis:
Die Meridis Tauchbasen sind etwas Besonderes und das gilt auch für die Tauchbasis
auf Alidhoo, das ist eine echte 5-Stern Tauchbasis!
Das Team der Tauchbasis auf Alidhoo besteht derzeit aus den Basen-Leitern Chris
(Christian Hoppe) und Ulli (Ulrike Quitt), den Tauch-Guides Stephane Pilme und
Jerry Ali, sowie einem Schnorchel-Guide, der Besatzung des Tauchbootes, sowie dem
Instructor des Meridis Wassersport-Centers Simad Ali.
Die Tauch-Crew stellt vor jedem Tauchgang Deine Box zusammen, baut am Boot alles
zusammen und checkt es durch, macht sogar den Zipp deines Tauchanzuges zu (wenn
er am Rücken ist) und wäscht sogar alle Tauchermasken mit einer eigenen Spezialmischung
aus, so dass garantiert keine Maske anläuft. Nach dem Tauchgang lässt man einfach
alles auf dem Tauchboot und die Crew bringt alles in die Tauchbasis, wäscht alles
aus und hängt alle Jackets und Tauchanzüge zum Trocknen auf. Das einzige was man
bei Meridis selbst tun muss, ist am Morgen nicht die Abfahrt zu verschlafen (08:30)
und beim Tauchen nicht auf das Atmen zu vergessen!
Für alle Taucher, die in den letzten Jahren auf Velidhu waren: Der französische
Tauchlehrer Stephane arbeitet jetzt bei Meridis auf Alidhoo und der Malediver Ali
Simad vom Wassersportcenter auf Velidhu ebenfalls!
Samstag 11. Juli:
Um 05:30 stand ich bereits auf, duschte, rauchte eine Morgenzigarette und stellte
dann den Koffer um 06:30 hinaus. Das Frühstück wurde in einem Karton gebracht:
3 Stück Gebäck, 1 Apfel, 1 Orange, 1 Ananassaft, aber keinen Kaffee. Gott sei Dank
hatte ich gestern noch einen Kaffee-Pad übrig gelassen, so dass das Frühstück wenigstens
halbwegs gerettet war. Um 7 Uhr trafen wir uns bei der Rezeption und um 07:15 fuhren
wir mit dem Elektrofahrzeug zum nördlichen Jetty, von wo wir dann (10 Engländer
und ich) mit dem Speedboot zum Airport auf Hanimaadhoo gefahren wurden. Nach etwa
40 Minuten Flugzeit landeten wir um 09:25 am Male Airport, von wo aus ich dann
zu meiner nächsten Insel weiter flog …
Fazit:
Cinnamon Alidhoo ist eine wunderschöne grüne Insel und ideal für jene Touristen,
die luxuriös wohnen, erstklassig essen, sich im Spa verwöhnen und die meiste Zeit
am Pool oder an der Pool-Bar verbringen möchten. Obwohl es sehr viele schöne, große
Palmen auf der Insel gibt, werden typische Malediven-Freaks jedoch das gewohnte
Strandfeeling, die ins Meer hängenden Palmen und die flache Lagune am Strand vermissen.
Für alle luxusgewohnten Touristen und Pool-Freaks ist Alidhoo jedoch die richtige
Insel, grün wie Sri Lanka, luxuriös wie in der Karibik und maledivisch, wie eben
auf den Malediven. Für Malediven-Fans, die trotzdem nicht auf ihren Strand verzichten
möchten, empfiehlt sich die Reisezeit von Ende November bis Anfang April, denn
dann ist der Strand auch vor allen Beach- und Duplex-Villen schön …
Alidhoo ist jedoch auch ideal für jene Taucher, die nicht nur an weitgehend unberührten
und teilweise spektakulär schönen Riffen mit Mantas, farbenprächtigen Weichkorallen
oder fast unerforschten Wracks tauchen möchten, sondern sich dabei von einer erstklassigen
Tauchbasis betreuen lassen, die ihnen jedwede Arbeit abnimmt, so dass die Taucher
selbst wirklich nur mehr ins Wasser springen und die unberührte Unterwasserwelt
bestaunen müssen, alles Übrige erledigt die 5-Stern Tauchbasis Meridis für sie
…
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